Am 3. März 2010 jährte sich die Protestkundgebung gegen den Schnüffelstaat, die damals schweizweit bisher grösste Demonstration überhaupt, zum zwanzigsten Mal. Sie war der Auftakt zu zahlreichen Aktionen im Zuge des Fichenskandals: Der Bundesrat musste sich diesem öffentlichen Druck beugen und auf die Aktenvernichtung verzichten. Über 350'000 Leute verlangten Einsicht in ihre Fichen, viele Kulturschaffende schlossen sich dem Kulturboykott an, in den Kantonen/Städten organisierten sich Betroffene, um gegen die Staatsschützer anzukämpfen. Die Dokumentation von Guido Henseler zeigt, wie das damals war und was davon geblieben ist. Mit: Paul Rechsteiner, Anjuska Weil, Jürg Frischknecht, Rahel Ruch, Felix Kuhn und Georges Rieker.
Bleiberecht besucht Widmer-Schlumpf in Eiken (14 Min.)
Eine Aktion der Bleiberecht-Kollektive Schweiz
Am 1. August feiert sich die Schweiz als Land der Freiheit und Demokratie. Die Bleiberechtsbewegung nutzt diesen Tag, um zu zeigen, dass hunderttausenden Papierlosen und abgewiesenen Asylsuchenden in der Schweiz genau dies vorenthalten wird.
Kein Mensch ist illegal (53 Min.)
Ein Film von Simon Labhart und Tina Bopp
Kamera u.a. Guido Henseler
Sie leben nicht am Rande der Gesellschaft, sondern unsichtbar mitten unter uns. Man nimmt sie nur wahr, wenn man sie zufällig schreien hört. Papierlos oder in einem ungeregelten Aufenthaltsstatus warten sie jahrelang auf eine Antwort. Im Juni 2010 wurde die Kleine Schanze in Bern eine Woche lang besetzt. Mehr als 300 Flüchtlinge und Aktivist_innen beteiligten sich. Der Film porträtiert drei Iraner, die unabhängig voneinander in ihrem Asylheim in den Hungerstreik traten und sich auf der Kleinen Schanze kennenlernten. Die Politik und die Medien reagieren mit Ignoranz.
Eine Momentaufnahme eines aussichtslos scheinenden Kampfes gegen den sich über die Grenzen abzeichnenden Nationalismus und die Fremdenfeindlichkeit. Ein Film für die Rechte der Sans Papiers
Vater - Sohn
Ein Dokumentarfilm zum Thema Vater-Sohn Beziehungen
"Kein Zweifel, und die meisten Männer kennen dies als urwüchsige schmerzliche Erfahrung, zwischen Söhnen und Vätern besteht ein verborgener Abgrund enttäuschter Liebe".
(aus: Mein Leben als Sohn; eine wahre Geschichte - Philip Roth)